„Mamma Mia!“ – dieses Musical versetzt jeden in Hochstimmung
Das fröhliche Musical „Mamma Mia!“ eroberte erst London und dann die ganze Welt im Sturm. Noch nie wurde in einem Londoner Theater so ekstatisch mitgefeiert wie bei „Mamma Mia!“ Nachdem der Vorhang fiel, tanzten alle 1.600 Besucher in den Gängen. Über Nacht wurde das Musical zu einem der größten Theatererfolge aller Zeiten. „Mamma Mia!“ brach jegliche Rekorde – täglich verdoppelten sich die Ticketverkäufe.
„Mamma Mia!“ – auch mit deutschen Texten ein sensationeller Hit
Für die Musical-Produktion in Deutschland wurde „Mamma Mia!“ zum ersten Mal nicht in englischer Sprache aufgeführt. Songwriter Dr. Michael Kunze übertrug in enger Zusammenarbeit mit Björn Ulvaeus die ABBA-Texte ins Deutsche. Die Drehbuchautorin Ruth Deny übersetzte die Dialoge, und das Experiment war ein voller Erfolg! Mittlerweile wurde das Musical „Mamma Mia!“ in neun weitere Sprachen übersetzt.
„Mamma Mia!“ – davon sind alle hin und weg
Publikum und Presse feiern „Mamma Mia!“ gleichermaßen: Thomas Gottschalk bringt es auf den Punkt „Ich halte das Musical in der Tat für genial.“ Die Washington Post schwärmt „Mamma Mia! ist sagenhaft – lustig, energiegeladen und unglaublich clever!“ The Guardian schreibt „Eine ausgesprochen humorvolle Affäre mit dem Wohlfühlfaktor einer griechischen Urlaubsinsel. Praktisch jeder ABBA-Hit kommt vor.“
ABBA
Am 6. April 1974 gewann im englischen Küstenort Brighton eine Band, die zuvor nur in ihrer Heimat Schweden bekannt war, den Grand Prix d´Eurovision de la Chanson mit ihrem Song „Waterloo“. ABBA eroberte die Bühne und was folgte, ist nicht nur Musikgeschichte, sondern eine Legende. Bis heute hat ABBA mehr als 350 Millionen Alben weltweit verkauft.
Nach ihrem Triumph beim Grand Prix wurden Agnetha Fältskog, Benny Andersson, Björn Ulvaeus und Anni-Frid Lyngstad (die Anfangsbuchstaben ihrer Vornamen bildeten den Band-Namen ABBA) auf die Weltbühne katapultiert. „Waterloo“ belegte weltweit Spitzenplätze in den Popcharts. In den folgenden acht Jahren konnte ABBA zahllose Hitsingles, Platinalben, ausverkaufte Konzerte und sogar einen Hitfilm – ABBA - Der Film – als Erfolg verbuchen. Die Band dominierte die europäischen Charts: Bis zum damaligen Zeitpunkt konnten sich nur die Rolling Stones, Elvis Presley und die Beatles länger mit ihren Singles in den Top Ten halten.
Auch auf der anderen Seite des Atlantiks, in Amerika, nahm die Erfolgsstory ihren Lauf: Zehn Songs gelangten in die Top Twenty und „Waterloo“, „Take A Chance On Me“ und „The Winner Takes It All“ erreichten sogar die Top Ten. Mit „Dancing Queen“ wurde ABBA dann zur Nummer eins der Charts. Mit Spitzenplatzierungen in den Hitlisten weiterer zwölf Länder erwies sich dieser Song als wahrhaft weltweiter Erfolg.
Europa und Amerika waren nicht die einzigen Kontinente, die von der „ABBAmania“ erfasst wurden. In Australien wurde die Band die Nummer eins der Charts, mit sechs aufeinander folgenden Singles führten sie die Albumcharts an. Auch in Neuseeland, Mexiko, Simbabwe und Japan standen etliche ABBA-Songs auf Platz eins der Charts.
Aber 1982 war plötzlich alles vorbei. Die Band veröffentlichte ihre letzte Single: „Under Attack“. Doch obwohl die Band aufhörte, Konzerte zu geben und Alben zu produzieren, hat ihre Musik die Menschen auf der ganzen Welt weiterhin begeistert und inspiriert. ABBA ist eine endlose Erfolgsstory.
Bis heute noch sind „ABBA gold“ und „more ABBA gold“ die weltweit meistverkauften Alben. Mit ihrer Musik in den Filmen Muriels Hochzeit und Priscilla, Königin der Wüste konnte die Band eine ganze Generation neuer Fans gewinnen. Bei der Premiere des Musicals MAMMA MIA! in London tanzten die Theaterbesucher zu den wohlvertrauten oder neu entdeckten Songs in den Gängen. Wenige Wochen später eroberte auch das Album „ABBA gold“ abermals Platz eins der englischen Albumcharts. Mit täglich 3500 verkauften Alben weltweit scheint das Phänomen ABBA einfach unaufhaltbar.
Von ABBA zu Mamma Mia!
Benny Andersson und Björn Ulvaeus kannten sich schon lange bevor sie ABBA gründeten. Sie waren zusammen in der Band „The Hootenanny Singers“ in Schweden unterwegs. Nach den erfolgreichen ABBA-Jahren blieben sie Freunde und arbeiten noch heute gemeinsam an verschiedenen Projekten, wie zum Beispiel dem Erfolgsmusical Chess, das sie mit Sir Tim Rice produzierten.
Die Produzentin Judy Craymer war es, die in den achtziger Jahren die Idee hatte, das Potenzial der ABBA-Songs für ein Musical zu nutzen. Sie sprach Björn an und versuchte, ihn für das Projekt zu gewinnen. Anfang 1997 wurde Catherine Johnson gebeten, das Buch zu schreiben. „Ich habe das Ganze als Experiment betrachtet. Ich wollte sehen, ob wir das Projekt realisieren können, war aber lange Zeit skeptisch, ob es erfolgreich sein würde oder nicht“, gab Björn Ulvaeus zu. Als Voraussetzung galt: Es sollte ein eigenständiges Stück mit einer glaubwürdigen, tragfähigen Story werden, kein nostalgisches Programm mit ABBA-Titeln in Serie und die Lyrics dürften nicht verändert werden!
Judy Craymer kämpfte für ihre Idee. Für die Story konnten die Autoren auf einen Pool von 90 ABBA-Titeln zurückgreifen, mit denen sich diese Geschichte illustrieren lassen würde. Ein ungewöhnlicher Weg. Normalerweise gibt es erst die Story, dann die Musik und dann die Liedtexte. In diesem Fall waren die Songs weltweit als Hits erfolgreich, lange bevor die erste Idee für das Musical Gestalt annahm. Also entschieden Benny und Björn: Musical ja, ABBA-Musical nein.
Die Entstehungsgeschichte von Mamma Mia! ist ein Beispiel für monatelange intensive Teamarbeit. Benny und Björn waren in jeden Schritt eingebunden, hatten das letzte Wort bei Text, Songauswahl und Komposition. Das Skript wurde 1998 in Workshops erarbeitet. Es funktionierte wie ein Pingpongspiel.
Catherine Johnson entwarf immer neue Details für die Handlung, Judy Craymer stimmte zu, verbesserte oder steuerte neue Ideen bei. Wieder und wieder wurden die Songs diskutiert. Welcher passte besser zur Geschichte? Welcher war aussagekräftiger? Und dann flogen die Kreativen abermals nach Stockholm zu Benny und Björn, bis die beiden Komponisten überzeugt waren, dass das Unmögliche möglich war: 22 ABBA-Songs wurden so verblüffend und ideenreich mit der Story verwoben, als wären sie eigens für dieses Musical geschrieben. Später kommentiert Björn das Ergebnis so: „Mamma Mia! ist das Musical, von dem wir nicht wussten, dass wir es geschrieben haben.“
Am 6. April 1999 feierte Mamma Mia! am Londoner West End seine Uraufführung - exakt 25 Jahre nach dem Tag, an dem ABBA in Brighton mit „Waterloo“ beim Grand Prix d’ Eurovision sensationell triumphiert hatte.
Auf Erfolgskurs in Deutschland ...
Die Produktion im Operettenhaus Hamburg, die am 3. November 2002 Premiere hatte, war die erste nicht englischsprachige Version von Mamma Mia!. In enger Zusammenarbeit mit Björn Ulvaeus wurden die ABBA-Texte von Songwriter Dr. Michael Kunze ins Deutsche übertragen, die Übersetzung der Dialoge übernahm die Drehbuchautorin Ruth Deny. Das Experiment gelang: Auch die adaptierte Version des Musical wurde frenetisch gefeiert. Mittlerweile gibt es Mamma Mia! in neun verschiedenen Sprachen, außer auf Englisch und Deutsch auf Japanisch, Spanisch, Schwedisch, Russisch, Niederländisch, Flämisch und Koreanisch.
Mit der Premiere am 21. Oktober 2007 im Theater am Potsdamer Platz zog der Welterfolg in der deutschen Originalversion von Hamburg in die Weltstadt Berlin.
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