Bachs Weihnachtsoratorium – Freude über die Geburt Jesu
Die Geburt Jesu und die Freude darüber eint die sechs Kantaten des Weihnachtsoratoriums inhaltlich. Die Grundlage bilden die Bibeltexte von Lukas (2, 1 + 3 – 21) und Matthäus (2,1 – 12). Die Geschichten reichen im Weihnachtsoratorium von der Geburt Jesu bis zu den Weisen aus dem Morgenland. Paul Gerhardt (1607–1676) schrieb verschiedene Choraltexte. Die Entstehung der freien Textpassagen im Weihnachtsoratorium wird beim Dichter Picander aus Leipzig vermutet.
„Jauchzet, frohlocket“ – Die Wiederentdeckung des Weihnachtsoratoriums
Für das Weihnachtsoratorium verwendete Bach Teile aus zuvor angefertigten Eigenkompositionen. Im Parodieverfahren nutzte er zum Beispiel den Eingangschor „Jauchzet, frohlocket“ aus der Glückwunschkantate BWV 214 „Tönet, ihr Pauken! Erschallet, Trompeten!“. Einige tonangebende Musiker akzeptierten diese Entstehung des Weihnachtsoratoriums nicht. Nach Bachs Tod dauert es über 100 Jahre, bis das Werk 1857 in Berlin wieder aufgeführt wurde.
Bachs sechs Kantaten des Weihnachtsoratoriums
Im ersten Teil des Weihnachtsoratoriums „Jauchzet, frohlocket“ wird die Geburt Jesu dargestellt. Die Nachricht der Geburt, die an die Hirten gelangt, behandelt der zweite Teil „Und es waren Hirten in derselben Gegend“. „Herrscher des Himmels, erhöre das Lallen“ ist die Vollendung der Geschichte in der Weihnachtsnacht. Im vierten, fünften und sechsten Teil „Fallt mit Danken, fallt mit Loben“, „Ehre sei dir, Gott, gesungen“ und „Herr, wenn die stolzen Feinde schnauben“ wird die Geschichte von der Beschneidung bis zu den Weisen aus dem Morgenland im Weihnachtsoratorium weitererzählt.
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