Pubertäre Gefühlsausbrüche, die Dinge locker sehen, dem glitzernden Rock'n'Roll-Traum nachjagen: Wer zelebriert dieses Klischee besser und genussvoller als Turbonegro? Niemand! Gut also, dass die Norweger wieder auf Tour gehen. Ihre spektakulären Shows umgibt seit jeher eine Aura der Unberechenbarkeit: Böller, Raketen, Schweiß und - ROCK. Neben Kulthits wie “Get it on" und "Don't say motherfucker, motherfucker" präsentieren die Mannen um Sänger Hank Von Helvete die Songs des aktuellen Albums “Retox”.
Mit ihrem Meisterwerk "Apocalypse Dudes" gelang dem Fünfer aus Oslo 1998 der internationale Durchbruch; Classic Rock im Sinne von Kiss und AC/DC traf auf Punk. Zu der Zeit wagte niemand diese konträren Universen zu vereinen - bis auf Turbonegro. Mit ihrer Attitüde halbstarker, geschminkter Denim-Jeans-Träger eroberten sie die Herzen der Jugend und besonders der Twens. Überall auf der Welt gab es plötzlich die Turbojugend; das Highlight der Hardcore-Fans sind die Turbojugendtage in Hamburg St.Pauli.
1988 gründeten sich die chaotische Formation und spielt seit 1997 mit der gleichen Besetzung. Neben Sänger Hank gilt Knut Schreiner alias Euroboy als bekanntester der fünf Turbonegros; seine Soloalben sind in der alternativen Gitarrenszene einem breiten Publikum bekannt. Doch unter dem Deckmantel der Jeans-Rocker finden die Norweger immer wieder zu ihrer Höchstleistung. Dass sie sich einen ganz eigenen Kosmos aufgebaut haben, wird schnell klar: Einfach mal ein Bild im Internet anschauen. Get it on!
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