Vergessen hat sie keiner. Zumindest niemand, der gerne über den Dancefloor rockt. Aber es wurde Zeit, sich aus der Unterwelt zurückzumelden: Das letzte Album der Rave-Pioniere ist 2002 erschienen. Mit "Oblivion with Bells" läuten die Briten nun gegen das Vergessen. Der Sound ist vielschichtiger und opulenter geworden. Die Single "Crocodile" erobert schon die Clubs - und zeigt, dass auch "alte Herren" das Jungvolk zum Tanzen bringen können.
"Oblivion with Bells" weiß zu überraschen. Auf dem Album greift das Duo tief in die Soundtüftler-Kiste: Flächige Elektronik gespickt mit akustischen Klängen. In einem Song spielt Larry Mullen Jr. von U2 Marimba. Aufgenommen wurde nicht nur in den legendären Abbey Road Studios; auch eine Schweinestall musste herhalten. Das Ergebnis: Musik, die überall funktioniert. Im Club, unterwegs oder zum Entspannen.
Underworld verstehen es, Fans von Rock und Elektro zu begeistern. Gegründet 1989, gelang Mitte der Neunziger der Durchbruch: Mit dem Hit "Born Slippy" aus dem Soundtrack zum Kult-Film "Trainspotting". 2007 steuerten Karl Hyde und Rick Smith erneut zu zwei Filmen Musik bei: Der eine war "Sunshine" von Trainspotting-Regisseur Danny Boyle, der andere "Breaking & Entering" von Oscar-Preisträger Anthony Minghella.
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