Die „Ritze“ – Berüchtigter Boxkeller
In der Ritze trainierten schon Henry Maske, Graciano Rocchigiani oder René Weller, aber auch Kiezgrößen standen hier im Ring. Franz Wittenbrink hat die Zuschauer mit seinen Liederabenden über den Kiez schon vor „Ritze“ in Scharen in das St. Pauli Theater gelockt. „Lust“, der erste Teil der St. Pauli-Trilogie, spielte in einer Tabledance-Bar im Morgengrauen. In „Nacht-Tankstelle“ war die Tankstelle in der Taubenstraße der Schauplatz des Geschehens.
„Ritze“ ist der dritte Liederabend über den Kiez
Während sich in der „Ritze“ Boxer und Prostituierte die Hand reichen oder sich in der Nacht-Tankstelle die Gestrandeten der Nacht am Heiligabend einfinden, ist der Ritze-Regisseur Franz Wittenbrink mit seinen typischen Liederabenden laut „Die Welt“ zu „Deutschlands heimlichem Musicalkönig“ avanciert. Sein Erfolgsrezept: „Ich versuche Geschichten zu erzählen, denen das Publikum eher wie in einem Schauspiel folgt.“
„Ritze“ im St. Pauli Theater
Das St. Pauli Theater, in dem „Ritze“ gespielt wird, ist ein modernes Volkstheater, das mit Eigen- und Co-Produktionen sowie Gastspielen ein fester Bestandteil vom Kiez ist. Auf dem Programm des St. Pauli Theaters stehen neben „Ritze“ weitere Stücke des Unterhaltungstheaters, Produktionen der „Hamburger Dramaturgie“, Kabarett, Comedy und Musiktheater-Produktionen, die sich deutlich von genormten amerikanischen Musicals unterscheiden, auf dem Programm.
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