Jan Delay & Disko No. 1 - Es lebe der Funk
Natürlich ist Jan Delay noch immer der PE- und Just Blaze-geschulte Beatschmied. Natürlich ist er noch immer der Vollblutemcee, dem zu jedem Thema auf Anhieb drei blöde Sprüche und dreihundert noch bessere Reime einfallen. Aber vor allem ist da ein Musikliebhaber, der seit frühester Kindheit mit einer heilsamen Vollfettdiät aus Prince, Bob Marley, Udo, Michael Jackson, Nina, Nile Rogers, Dexy’s Midnight Runners und Frank Zappa gefüttert wurde, und diesen nun mit einer Horde von Könnern und Kennern passgenau zu rekreieren sucht.
Jan Delay und die musikalische Moderne
Wer Jan Delay & Disco No. 1 in den vergangenen Jahren live gesehen hat, weiß, wovon hier die Rede ist. Der saubere Herr bedient sich ganz bewusst all der produktiven Missverständnisse, die entstehen, wenn Musik afro-amerikanischer Provenienz als „urban“ oder „black music“ bezeichnet, der Funk gefaked oder der Soul teutonisiert wird. So entsteht etwas, was wir hier seit mindestens Ewigkeiten nicht mehr zu hören bekommen haben: Echter Soul mit deutscher Seele á la Jan Delay.
Jan Delay, der Musicaholic
Alles beginnt 1991, als Jan Delay zusammen mit Denyo und Mardin die Rap-Band „Absolute Beginners“ ins Leben ruft. 1998 gelingt der erhoffte Durchbruch. Doch das reicht dem Musicaholic nicht. In der Folge nimmt Jan Delay eine Reggae- und eine Funk-Pop-Platte auf. Und ist damit erfolgreich wie eh und je – „Mercedes Dance“ schoss auf Platz 1. Mit der Single „Feuer“ belegt er bei Stefan Raabs Bundesvision Song Contest 2007 für Hamburg den 2. Platz.
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