Wer ihre Musik hört, ist jung und aufsässig, oder er gehört zu den alten, eingefleischten Fans, die immer noch einen Hang zur Rebellion hegen. Gut, dass sich Pennywise auch nach 20 Jahre Bandbestehen nicht verändert haben. Auf ihrer aktuellen Tour bekommt man also genau das, was man von Pennywise erwartet: wummernde Bässe, sich überschlagene Drumsticks und messerscharfe Riffs, die die Luft zerschneiden.
Pennywise – Fragen über Fragen
Pennywise singen über die selbstgerechten Heuchler, die nicht erwarten sollen, dass man ihnen die Wahrheit sagt. Pessimistisch und hoffnungslos blicken sie in die Welt. Wo Menschlichkeit stirbt und Geier gefüttert werden, lohnt es sich nicht zu kämpfen. Es gibt Fragen über Fragen, aber keine Antworten. So geben Pennywise ihrer Wut freien Lauf. Ohne Pause und vor allem ohne Blatt vor dem Mund hasten sie durch ihre Songs.
Pennywise – Düster seit einem knappen Vierteljahrhundert
Düster, sehr düster, manch einer mag es sogar verbittert nennen. Gut: Man muss nicht immer alles so schwarz sehen, wie es Pennywise schon seit einem knappen Vierteljahrhundert tun. Aber hin und wieder schadet es nicht, sich in Erinnerung zu rufen, dass die Gesellschaft nicht rosarot ist und eben viel Mist passiert. Und das muss immer wieder gesagt werden, besser: herausgeschrien. Und da ist man bei Pennywise genau an der richtigen Stelle.
Pennywise – Lindberg ging, Teglas kam
Mit seinem Film-Projekt „Punk Rock Dad: No Rules, Just Real Life“ ließ Jim Lindberg seine damaligen Prioritäten schon erahnen. So war es auch nicht sonderlich verwunderlich, als er seinen Abschied bekannt gab. Die Luft war raus. Nach 20 Jahren, neun Alben und tausenden Shows rund um die Welt, endete seine Zeit bei Pennywise. Doch mit Zoli Taglas kam ein würdiger Nachfolger, der Lindberg auf seine ganz eigene Art ersetzt.
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